Neben der umfangreichen Einsatzausrüstung hat die Feuerwehr Eferding auch eine eigene Tauchgruppe. Zur Zeit besteht diese aus vier aktiven Tauchern, welche zu verschiedensten Einsätzen sowohl im Sommer als auch im Winter gerufen werden.
Eferding ist gemeinsam mit anderen Tauchgruppen aus dem Bezirk somit Teil eines Taucherstützpunktes, von denen es mehrere in ganz Oberösterreich gibt. Das bedeutet, dass sich das Einsatzgebiet der Taucher über die Bezirksgrenzen hinaus erstreckt und sie durchaus auch zu Einsätzen am Attersee, Traunsee oder anderen Gewässern in Oberösterreich gerufen werden können.

Übung Bergen eines Bootes am Attersee

Ausrüstung

Nasstauchen

Die Grundausstattung eines Feuerwehr-Tauchers ist natürlich der Neoprenanzug, welcher vor der Kälte schützt (1) und die Taucherbrille (2). Um unterzugehen, benötigt man außerdem einen Bleigürtel mit der richtigen Menge an Gewichten (3). Neoprenhandschuhe und Füßlinge schützen die Gliedmaßen, zur Fortbewegung dienen Flossen (4). Schließlich wird die Stahlflasche (5) mit der komprimierten Atemluft an das sogenannte Jacket (6) angehängt und die Lungenautomaten (7) an beiden befestigt. Eine Taschenlampe dient zur Orientierung (8).

Um mit dem ganzen Gewicht und natürlich dem Bleigürtel wieder auftauchen zu können, wird das Jacket über einen Schlauch mit der Flasche verbunden. So kann man Luft hinein- bzw. herauslassen, um so möglichst stabil im Wasser zu „schweben“. Diesen Vorgang – für den man viel Übung benötigt – nennt man Tarieren.

Trockentauchen

Das Trockentauchen unterscheidet sich vom normalen Tauchen (Nasstauchen) durch den speziellen Anzug, den sogenannten Trockentauchanzug (rechts). Dieser wird über einen Overall (links) angezogen und schließt wasserdicht an der Gesichtsmanschette ab. Das Jacket mit der Pressluftflasche wird dabei über dem Anzug getragen.
Der Vorteil dieser Tauchmethode ist die bessere Wärmeisolierung, da kein Wasser direkt an die Haut gelangt. Ein Trockentauchanzug ermöglicht somit auch Tauchgänge im Winter oder in größere Tiefen.